Der Lego Prototyp

Ideen, wie der Lötinator aussehen und was er alles können sollte, hatten wir nach den ersten paar Treffen genug, nur ob unsere Ideen überhaupt umsetzbar waren, das war noch die große Frage. Ein Prototyp der möglichst schon funktionsfähig ist, aber auch schnelle Änderungen sowohl an Hardware als auch an Software zulässt, musste her und das möglichst ohne viel Aufwand. Wie gut, dass wir noch ein paar Lego Bausteine, Zahnräder, Motoren, Sensoren und den guten alten programmierbaren RCX-Controller aus dem Lego Mindstorms-Set bei uns zu Hause gefunden haben. Dies ermöglichte uns innerhalb kürzester Zeit etwas Lauffähiges zusammen zu bauen und zu programmieren. Schon nach der ersten Woche war der Prototyp fertig! Sämtliche Spezifikationen waren erfüllt, und wir präsentierten unseren ersten Lötinator bei dem letzten kompletten M3-Praktikum-Treffen.  Aber: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und ein Video sagt demnach mehr als 30.000 Worte pro Sekunde!

Diese simple Konstruktion zeigte uns Unmengen an neuen Fragen und Problemen auf, lieferte aber auch viele neue Erkenntnisse:

Zwei Pedale sind nicht ausreichend, wir werden mindestens drei, wenn nicht noch mehr benötigen. Das Umschalten bzw. Selektieren der Bewegungsachsen ist nicht sonderlich intuitiv und verbesserungswürdig. Die Pedale zum eigentlichen Bewegen funktionieren sehr gut, sollten aber einigermaßen stufenlos regelbar sein, und nicht nur eine Tasterfunktionalität haben. Wenn man das Pedal voll durchdrückt, sollte die Platte schneller drehen als beim leichten Antippen.

Die Achsen und örtlich nahe Drehpunkte zu konstruieren wird schwieriger als gedacht. Um eine angenehme und elegante Schwenkung durchzuführen, müssen beide Achsen (rechts/links und Vorne/Hinten) durch exakt den selben Punkt verlaufen, und dieser sollte sich auch der gleichen Höhe der Arbeitsplatte befinden, so dass sich der Mittelpunkt der Platte nicht im Raum bewegt. Alles andere würde ein Mitbewegen des Lötkolbens und -zinns bedeuten, was wir unbedingt vermeiden wollen.

Der Intel Galileo sollte vollkommen ausreichen um die drei Servos anzusteuern und die Daten aus den Pedalen auszulesen. Aber mit Sicherheit werden auch hier unerwartete Probleme auftreten, die einen zweiten Prototypen notwendig machen, der dieses Mal tatsächlich mit dem Galileo verbundene Servos benutzt.

Genau das wurde dann auch der Plan für die nächste Woche: Konstruktion eines zweiten Prototypen aus Holz und Metall, der schon sehr nahe am finalen Produkt orientiert sein soll. Dazu bekamen wir aus dem Fablab Materialien, Schrauben, Winkel und vier Servos samt Aufsätzen, einen kontinuierlichen 360° Servo zum Drehen der Arbeitsplatte bestellten wir selbst. Wir sind gespannt, was das Entwerfen des zweiten Prototypen für neue Herausforderungen birgt!

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